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Stilo2003

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Mittwoch, 10. Juli 2013, 20:23

Abarth-Motor: Grossflächiger Ölverlust auf der Vorder- und Rückseite des Motorblocks

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Hallo an alle interessierten Foren-Kollegen,

ich bräuchte mal dringend Hilfe von Euch, besonders von den Abarth-Spezialisten!


Am Motor meines Stilo Abarth (150.00km, 9 Jahre alt) habe ich zahlreiche Öl-Lecks entdeckt!

Und zwar grossflächig sowohl an der "Vorderseite" und auch an der "Rückseite" des Motorblocks.


1. Für den (grossflächigen) Ölfleck auf der Rückseite, nahe dem Zahnriemen-Kasten, habe ich bisher folgende möglichen Ursachen ausfindig gemacht:

-- das Ventil vom Phasensteller: Das habe ich bereits abgedichtet, ist jetzt okay.

Frage dazu: Kann es sein, dass ein grossflächiger Ölfleck auf dem Motorblock unterhalb dieses Ventils tatsächlich nur von dieser Leckstelle kommt?


-- die Ventildeckel-Dichtung: Sie wurde zusammen mit dem Zahnriemen gewechselt (vor 40.000km). Bisher sehe ich da im Gegensatz zur vorherigen Ventildeckel-Dichtung keine Leckstellen.

Frage dazu: Ist es notwendig, die Schrauben des Ventildeckels nach einer gewissen Zeit nachzuziehen, um die Dichtung stramm zu halten?


-- die Dichtung des Ansaugkrümmers: Da auch Motoröl durch diese Dichtung zum Phasensteller-Ventil fliest, kann eine defekte Ansaugkrümmer-Dichtung zu Öl-Verlust führen !!! Sehe ich das richtig so? Wenn das so stimmt, dann bin ich als Anfänger richtig baff über so ne Konstruktion!

Frage daher an die Profis: Ist diese denkbare Ursache für einen (grossflächigen) Ölverlust unterhalb der Ansaugkrümmer-Dichtung irgendwann und bei irgendjemandem schon einmal aufgetreten? Oder ist das eher unwahrscheinlich oder gar unmöglich?


2. Auch auf der Vorderseite des Motorblocks, rechts neben dem Abgaskrümmer, hat mein Motor einen grossflächigen Ölfleck, der bis runter zur Getriebe-Glocke geht.

Meine Fragen dazu: Handelt es sich dabei vielleicht um Undichtigkeiten am Y-Stück für den Öldruck-Sensor ?
Und wenn ja, muss man da nur die Dichtungen der beiden Sensoren tauschen oder auch die Dichtung des Y-Stücks, sodass man dann auch die sogenannte Hohlschraube rausdrehen muss ?
Und kommt man denn an diese Sensoren so ohne weiteres ran, denn bisher kann ich den Ursprung dieses Öl-Lecks noch nicht richtig sehen.
Was muss man denn dann so alles abbauen, um da ran zu kommen?


Vielen Dank schon im voraus für Eure Hilfe und Tips,

Gruss,

Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Stilo2003« (10. Juli 2013, 20:46)

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Mittwoch, 10. Juli 2013, 22:18

Mögliche Ölaustrittspunkte wären:
- Ventildeckeldichtung (an der Vorderseite weil Motor geneigt eingebaut ist, Öl läuft am Abgaskrümmer vorbei und stinkt gelegentlich)
- Dichtungsring zwischen Öl-Wasser-Wärmetauscher und Ölpumpe (Öl läuft am Aggregateträger herunter, sowie an der Ölwanne)
- Y-Stück mit Sensoren, meist großflächiger Ölfilm an der Rückseite des Kurbelgehäuses
- Elektroventil Ventilsteuerung (sieht man an veröltem Ventil und Ansaugkrümmer)
- Wellendichtring Kurbelwelle Getriebeseite und Zahnriemenseite
- Nockenwellendichtringe

Mein Abarth leckt an der Ölpumpe (total beschissen, Lima, Klimakompressor und Aggregateträger müssen raus), an dem Y-Stück (nur ein paar Kupferringe) und am Wellendichtring getriebeseitig. Der Ölverlust an der Ölpumpe ist am schlimmsten, die Sensorik ist Pillepalle und der Dichtring der Kurbelwelle ist Schwerstarbeit, weil Getriebe, Kupplung und Schwungmasse runter müssen. Die Ventildeckeldichtung habe ich auch erst vor einem halben Jahr erneuert, wobei das Drehmoment von 9,5 Nm exakt eingehalten werden muss und nachgezogen wird dort auch nichts!

Die Nockenwellendichtringe sind bei mir trocken sowie auch der Kurbelwellendichtring auf der Zahnriemenseite. Leckt dieser, wird es ganz schnell gefährlich für den Zahnriemen, der sich nicht so gut mit Öl verträgt. Das Problem der 5-Zylinder ist die Zündfolge: Die Enden der Kurbelwelle "flattern" leicht auf und ab und belasten die Dichtringe sehr stark. Der Totpunkt dieser Schwingung ist der 3. Zylinder, weshalb das dortige Pleuellager oft das erste Lager ist, welches durch die auftretenden dynamischen Verspannungen verschleißt. Hier muss man also besonders Obacht geben!

Ich mache jetzt am Samstag erst einmal das Gröbste, sprich Ölpumpe und Sensorik. Dann mache ich erst einmal den Motor für den TÜV sauber und beobachte mal wie viel Öl am Getriebeflansch noch nachkommt.

Viele Grüße!

Sven

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Donnerstag, 11. Juli 2013, 19:24

Hallo Sven,

Danke für Deinen ausführlichen Bericht.

Einerseits bin ich erleichtert, dass der Ölverlust an den verschiedenen Stellen des Abarth-Motors doch eher typisch ist und ich so bei der Wartung bisher wohl nicht viel falsch gemacht habe. Andererseits frage ich mich aber angesichts der vielen Leckstellen, welche Laufleistung man mit diesem Motor erreichen kann, ohne eine kostspielige Generalüberholung mit komplettem Ausbau machen zu müssen! 200.000km Laufleistung müssten doch so drin sein, oder?


Die von Dir genannten Leckstellen hab ich bei meinem Motor nochmal überprüft:

1. Die Dichtringe der Nockenwelle und Kurbelwelle im Zahnriemen-Kasten sind noch ganz trocken!
Werden die zwangsläufig undicht bei hoher Laufleistung oder nur durch hohe Belastung bei ständig hohen Drehzahlen?

2. Auch an der Ölpumpe hab ich jetzt noch keinen Ölverlust gesehen.
Kann man da beim Ölfilter-Wechsel was falsch machen, sodass da was undicht wird?

3. Ob der Wellendichtring getriebeseitig undicht ist, kann ich nicht genau beurteilen. Da fehlt mir einfach die Erfahrung! Tatsache ist, dass da am Übergang zwischen Getriebeglocke und Motorblock/Ölwanne doch schon ein ausgeprägter Ölfilm zu sehen ist. Bisher war ich der Meinung, das Öl fliesst an der Vorderseite des Motorblocks bis zum Getriebe herunter.
Nimmt denn der Ölverlust durch diesen Wellendichtring immer weiter zu, oder bleibt der konstant? Kann man denn diese undichte Stelle nicht einfach tolerieren, um sich den Ausbau von Motor und Getriebe zu ersparen? Oder ganz einfach warten, bis man ne neue Kupplung braucht?

4. Die Kupferringe (16 + 5) am Y-Stück muss ich auf jeden Fall dringend erneuern! Da läuft richtig Öl raus.
Könntest Du mir vielleicht kurz schildern, wie ich da ran komme, also von oben, von unten oder über den Radkasten?




2.4L Motor: Y-Stück (14) , Sensoren (9 + 13) , Kupferringe (16 + 5)

Muss man da nur die Hohlschraube (15) aus dem Y-Stück rausdrehen, oder vorher auch die beiden Sensoren (9 + 13) ?

Gibt es denn zwischen den beiden Sensoren und dem Y-Stück keine Dichtringe, die man tauschen muss ?

Weisst Du vielleicht jetzt schon, welches Werkzeug man für den Wechsel braucht?


Ich hoffe, Du hast Erfolg bei Deinen Arbeiten, und wäre sehr erfreut, wenn Du mich auf dem Laufenden hälst.


Gruss,

Martin

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Donnerstag, 1. Oktober 2015, 16:27

@ SvenL :

Zitat von SvenL :

"Mein Abarth leckt an der Ölpumpe (total beschissen, Lima, Klimakompressor und Aggregateträger müssen raus), an dem Y-Stück (nur ein paar Kupferringe) und am Wellendichtring getriebeseitig."


Hallo Sven, war bei Deinem Abarth tatsächlich die Ölpumpe undicht oder aber "nur" die Dichtung des Motoröl-Wärmetauschers ?

Oder handelt es sich dabei um ein und denselben Defekt ?

Hast Du dann tatsächlich den gesamten Aggregateträger samt Lima und Klima rausholen müssen ?


Vielen Dank schon im voraus für deine Antwort !

Gruss,

Martin

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Samstag, 10. Oktober 2015, 06:14

Es war "nur" die Dichtung zwischen Wärmetauscher und Ölfilterflansch, aber auch dafür musste ich alles zerlegen.

Das Y-Stück ist schnell abgedichtet, wenn man es schafft da dran zu kommen.

Ansonsten besteht meine Reparatur aus nachgießen und vor'M TÜV mal mit 'ner Flasche Bremsenreiniger alles sauber zu machen. Alles andere ist unwirtschaftlich.

Viele Grüße!

Sven

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Samstag, 10. Oktober 2015, 23:12

Hallo Sven !

Danke für deine schnelle und präzise Antwort !


Es ist ja für mich ein kleiner Trost, dass ich nicht der einzige Unglücksrabe bin, der mit dem Abarth-Motor so seine (Ölverlust-) Probleme hat....


Ist denn der Ölverlust an dieser Stelle durch die neue Dichtung am Wärmetauscher wirksam und dauerhaft behoben ?


Hast Du denn wirklich alle Keilriemen, die LiMa und die Klima samt Aggregate-Träger abbauen müssen ?

Die Klima-Leitungen kann man doch zulassen, oder muss man die auch ganz abbauen ?

Der Kühlmittel-Kreislauf kann dann aber geschlossen bleiben, oder ?


Als alternative Demontage-Methode hab ich mir ausgedacht, nach dem Abschrauben des Ölfilter-Stutzens die Wasserschläuche am Wärmetauscher zu trennen und den Wärmetauscher dann aus seiner "Höhle" (Aggregate-Träger) rauszuziehen (wie beim Ölfilter tauschen) !
(Natürlich entsteht halt dann der Aufwand mit der Wiederauffüllen des Kühlmittels...)

Meinst Du, das könnte auch funktionieren und man kann auch auf diese Weise eine neue Dichtung einbauen, oder kriegt man die dann nicht auf ihren Platz ?


Vielen Dank schon im voraus für deine Kommentare .


Gruss,

Martin

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